Bürgerentscheid für Gärten in Charlottenburg-Wilmersdorf

Tagesspiegel vom 27.05.2014:

Trotz des sehr erfolgreichen Bürgerentscheids vom 25.05.2014 für die Erhaltung der Gärten hat sich der Senat/der Bezirk seinerzeit aus Angst vor Entschädigungszahlungen gegen den Erhalt der Kolonie entschieden. Es blieb nur ein Rest der Kolonie Oeyhausen übrig als Ausgleich dafür, dass die Groth-Gruppe statt 3-geschossig nun 6- und 8-geschossig gebaut hat.

In unserem Fall könnte der Bezirk/der Senat ohne Angst vor Entschädigungszahlungen entscheiden.

Flächenversiegelung in den letzten 3 Jahren in der nahen Umgebung

Statistik aus dem tagesspiegel vom 23.12.2022:

https://www.berlin.de/umweltatlas/boden/versiegelung

Nach Erstellung dieser Statistik sind in den letzten 3 Jahren viele Versiegelungen in der unmittelbaren Nähe der Kolonie Mannheim durch abgeschlossene oder noch laufende Baumaßnahmen dazugekommen:

Maximiliansquartier: 973 Wohnungen, (ca. 70 % im Luxussegment) auf dem Boden der Kolonie Oeynhausen (Neuversiegelung)

Cornelsen Wiese an der Wiesbadener Straße: 123 Wohnungen (Neuversiegelung)

Verdichtung an der Cunostraße

Verdichtung an der Mecklenburgischen Straße, kurz vor dem Heidelberger Platz

Neubauten neben Edeka an der Wiesbadener Straße/Sodener Straße (Neuversiegelung)

Go West Quartier (Neuversiegelung)

Würde unser Grundstück bebaut werden, ist es von 3 Seiten umgeben von Kleingartenkolonien.

Die Frischluftschneise wäre unterbrochen.

Ein Bauträger sagte auf einer Veranstaltung, er habe kein Interesse, das Grundstück sei zu schmal für die Bebauung.

Als Konsequenz ist zu befürchten, dass die umliegenden Kolonieen ebenfalls der Bebauung zum Opfer fallen.

Artenvielfalt

Verbesserung des Naturhaushalts, wie Erhalt der Artenvielfalt, die rasant abnimmt durch die fortlaufende Grünvernichtung. Auf unserem Grundstück befinden sich auch viele Teiche mit unterschiedlichen Reptilien (Grasfrösche, Kröten, Blindschleichen, div. Libellenarten, Ringelnattern, Teichmolche), wir haben 3 Imker in der Kolonie, viele Gartenbesitzer haben Insektenhotels in denen sich Wildbienen und sogar die geschützte blau- schwarze Holzbiene einnisten. Abends sieht man viele Fledermäuse. Füchse, Igel und Marder werden auf Wildkameras gesehen. Sogar der Silberreiher und Falke kommen regelmäßig.

Hier verweisen wir auf das Klimaanpassungsgesetz die neue „Berliner Strategie zur biologischen Vielfalt 2030+“

https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/biologische-vielfalt/berliner-strategie-zur-biologischen-vielfalt-2030

Blauschwarze Holzbiene

Große Holzbiene

Füchse

Im Herbst

Fuchs - Sommer 2024

und im Winter

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist FuchsImWinter.jpg

Spatzen

Ringelnattern

Grünspecht

Pechlibelle

Reiher

Frösche

Frischluftschneise, Kühlung

Verbesserung des Klimahaushalts: Frischluftschneise, Kühlung, die bis zum Ku-Damm wirkt und in der Umgebung bis zu 5 Grad Temperatur-Unterschied zum angrenzenden Maximiliansquartier im Sommer bringt. Wir müssen in Berlin Grünflächen vor Bebauung und Versiegelung schützen. Die Stadtnatur hat einen kühlenden Effekt und hilft uns bei Hitzewellen und tropischen Nächten, die immer häufiger werden.

Abbildung 12, Seite 17

https://www.bgmr.de/system/publications/files/000/000/076/original/20221205_BAFOK-klein.pdf?1670245638